|
Fledermausschutz in Wuppertaler Tunnel |
|
Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG Sie befinden sich auf www.Fledermaus-Schutz.de und der Seite: B7 - Gefahren -----Ursprüngliche Nachricht----- Von: R. K. <r.k@gmx.de> Gesendet: 04.03.2010 08:39:05 An: BUND.Wuppertal@bund.net Betreff: Nordbahntrasse Hallo, um ein Haar wäre ich doch tatsächlich dem Wuppertaler BUND beigetreten, ich war früher mal Mitglied bei Greenpeace und bin im Zusammenhang mit der "Brent Spar" Ölplattformsache ausgetreten.
Der geplante Radweg in Wuppertal ist meines Erachtens das Beste was der Stadt
passieren konnte.
Die Stadt hat keinen einzigen richtigen Radweg, ohne große Steigungen. Wegen
der Wuppertaler Topographie ist das bekanntermaßen auch nicht ganz einfach. Es ist phantastisch dasss sich so viele ehrenamtlich tätige Leute zusammengefunden
haben und nun schon seit 4 Jahren gegen die ihnen immer wieder in den Weg gelegten Hindernisse anlaufen.
Es ist für mich nicht zu begreifen dass die Umweltverbände nicht mit großem
Enthusiasmus auf eben diesen Zug aufspringen und versuchen das Projekt mit voranzutreiben.
Wie könnte man denn gleichzeitig die Wohn-und Umweltqualität besser befördern
als mit einem solchen Projekt.
Ich für mein Teil bin wie vor den Kopf geschlagen dass Umweltverbände GEGEN
einen Radweg sein können, noch dazu in einer Stadt die einen solchen bisher noch nicht bieten konnte. Sollen wir lieber unter Lebensgefahr weiterhin auf der B 7 fahren? Mit enttäuschten Grüßen R. K. Antwort: Sehr geehrter Herr K., danke für Ihre Mail, deren Intention ich allerdings nicht wirklich verstanden habe. Wenn ich Sie richtig verstehe, sehen Sie in der Nordbahntrasse einen Radweg, der die fahrradtechnisch schlechte Situation auf der Talsohle (z. B. entlang der B7) aufheben soll. Wenn es dort lebensgefährlich ist, dann ist doch zu fordern - und der BUND tut das seit ca. 30 Jahren ohne Erfolg - dass ein durchgängiges Fahrradwegenetz auf der B7 oder parallelen Strecken und den wesentlichen aus dem Tal herausführenden Straßen aufgebaut wird. Ich kann dabei Ihrer Analyse folgen, nicht aber Ihrem Lösungsvorschlag, denn: Das Problem gefährlicher oder fehlender Radwege in der Stadt Wuppertal kann doch nicht wirklich an einem der beiden Hänge des Wuppertals ersetzt werden, weitab vom Südhang, wo ebenfalls Menschen wohnen. Genau das aber wird die Nordbahntrasse sein: Für rund 20 Millionen Euro ein überwiegend dem Freizeit- und Feierabendverkehr gewidmetes Ersatzbauwerk ohne sichere Anbindung an das sonstige Straßen- und Wegenetz. Denn für diese Anbindung hat die Stadt kein Geld und Anträge hierfür sind auch nirgendwo gestellt worden. Wir haben beim BUND sehr die Hoffnung, dass es tatsächlich SchülerInnen und ArbeitnehmerInnen auf ihrem täglichen Weg zur Schule und zur Arbeit geben wird, die die Nordbahntrasse nutzen. Wir haben aber mit vielen anderen Menschen in Wuppertal gemeinsam die Befürchtung, dass die Nordbahntrasse genau diese Hoffnung nicht erfüllen wird. Die SchülerInnen der von der Wuppertalbewegung so gezielt umworbenen Grundschulen werden es wohl kaum sein, die die Nordbahntrasse auf ihrem Schulweg nutzen, denn die wohnen bereits direkt neben ihrer Schule. Allerdings ist Ihre Enttäuschung wegen unseres Engagements ohnehin grundlos. Wie Sie vielleicht noch nicht mitbekommen haben, hat sich auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal in einer intensiven Diskussion zur Nordbahntrasse bekannt und möchte daher den Ausbau möglichst großer Trassenteile als alltagstauglichem Radweg. Das bedeutet, dass wir die Stadt in die Pflicht nehmen werden hinsichtlich der erforderlichen sicheren Anbindungen und anderer Anforderungen wie z.B. dem Arten- und Naturschutz, dem sich Stadtverwaltung und Wuppertalbewegung bereits 2008 offiziell verpflichtet haben und der auch aus rechtlichen Gründen zu beachten ist. Wir werden einer Nordbahntrasse um jeden Preis nicht zustimmen können, denn dann würden wir einem weiteren wichtigen Teil unserer eigenen Anliegen (und wir denken ganzheitlich, sprich "ökologisch") nicht gerecht. Ich kann deshalb Ihre Enttäuschung nicht nachvollziehen, denn wir sind konsequent, sehen Arten- und Naturschutz auch als Menschenschutz und sind nicht einseitig nur für den Fahrradwegebau oder nur für den Naturschutz. Grundsätzlich sollte das für Sie ein Grund sein, dem BUND beizutreten und mit uns gemeinsam für eine natur- und umweltverträgliche Ausgestaltung der Nordbahntrasse und für den nötigen Radwegebau im gesamten Verkehrsnetz Wuppertals einzutreten. Ein online-Beitrittsformular finden Sie übrigens unter www.bund.net. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, Sie mit unseren Argumenten vertraut zu machen. Weitere wichtige Informationen zu dem aktuellen Diskussionspunkt finden Sie auf unserer Homepage www.bund-wuppertal.de sowie auf der Homepage des Arbeitskreises Fledertierschutz Solingen e. V. unter www.fledermaus-schutz.de. Mit freundlichen Grüßen Jörg Liesendahl Ergänzung AKFSG: Auszug Schreiben H. Liesendahl vom 25.2.2010: "Gestatten Sie mir noch einige Gedanken zu den Argumenten, mit denen das
Rechtsamt der Stadt Wuppertal in offenbar unkritischer Übernahme von Argumenten der
Nordbahntrassen GmbH das "überwiegende öffentliche Interesse" begründet: |