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Fledermausschutz in Wuppertaler Tunnel |
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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG Sie befinden sich auf www.Fledermaus-Schutz.de und der Seite: Gemeinsames Gespräch bei der Bezirksregierung vom 3.5.2010
Gesprächsprotokoll Bez.Reg. 3.5.10 / Weiteres Verfahren / Reaktion OB / Reaktion WB / Bringschuld der Bauträger / Anderswo funktioniert es
Protokoll des Gesprächs bei der Bezirkregierung: Inzwischen liegt das Protokoll des gemeinsamen Gesprächs von allen Beteiligten zur Berücksichtigung des Artenschutzes in den Tunneln der Nordbahntrasse Wuppertal bei der Bezirksregierung Düsseldorf vor. Unter dem Link (Protokoll 3.5.2010 Bezirksregierung) kann das PDF - Dokument eingesehen werden. Die Vertreter der Naturschutzverbände haben ihre Kompromissbereitschaft gezeigt und ihr Konzept erläutert. Die Wuppertalbewegung beharrt auf ihren Maximalforderungen und drohte zwischenzeitlich mit Gesprächsabbruch. Klar ist, dass der Fledertierschutz realisiert werden muss, die rechtlichen Artenschutzbedingungen lassen sich nicht mehr ignorieren. Im Gespräch bei der Bezirksregierung ist deutlich geworden, dass die Betreiber der Nordbahntrasse nicht nach dem Motto verfahren können: "Augen zu und durch, wir schaffen das schon". Weiteres verabredetes Verfahren: Unter Punkt 8. des Protokolls wird ausgeführt, dass die Stadt Wuppertal und Nordbahntrassen GmbH am Zuge sind. Sie haben unter Begleitung des LANUV bis zum 31.05.2010 ihre Planungen zu überarbeiten und dem LANUV vorzulegen. Das LANUV prüft, inwieweit die Vorschläge geeignet sind, artenschutzrechtliche Konflike auszuräumen. Weiterhin hat die Stadt Wuppertal eine öffentlich- rechtliche Vereinbarung zur Umsetzung der Artenschutzmaßnahmen zu erarbeiten und der Bezirksregierung vorzulegen. Die Naturschutzverbände sollen eingebunden werden. Soweit die Ausgangslage vom 03.05.2010. Es ist deutlich geworden, dass die Wuppertalbewegung und die Stadt Wuppertal ernsthafte Schritte zum Fledertierschutz unternehmen müssen und die bisherigen vorgeschlagenen Massnahmen nicht ausreichen. Bisherige Entwicklung seit dem 03.05.2010: Vorschläge der Wuppertalbewegung und der Stadt Wuppertal, die über den bisher bekannten Stand "Augen zu und durch" hinausgehen, sind nicht bekannt worden. Zu befürchten ist allerdings, dass die Zeit nicht genutzt wurde. Reaktion des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal: In einem Artikel von Herrn Robert Maus in der Westdeutschen Zeitung (WZ), Ausgabe Wuppertal, vom 28.05.2010, wird eine aktuelle Stellungnahme des Oberbürgermeisters der Stadt Wuppertal, Herr Peter Jung, wiedergegeben. Demnach steht für Herrn Jung als Ziel fest, dass erreicht werden muss, dass die Trasse weiterstgehend das ganze Jahr genutzt werden kann. Es sei niemandem zu vermitteln, dass dort für Millionen Euro eine Trasse gebaut werde, die dann aber das halbe Jahr geschlossen sei. Ein Wort an Herrn OB Jung: Haben Sie eventuell eine falsche Vorlage erhalten? Hier geht es nicht darum, dass die Trasse für ein halbes Jahr gesperrt wird. Die Trasse bliebe nach den Vorschlägen der Naturschutzverbände natürlich funktions- und nutzungsfähig ausserhalb der aus Artenschutzgründen zwei gesperrten und einen zeitweilig gesperrten Tunnel. Voraussetzung ist der zügige Beginn einer Planung und die Realisierung von Umgehungsstrecken. Hier wäre ein "Machtwort" gegenüber der eigenen Verwaltung und der Wuppertalbewegung angebracht. Reaktion der Wuppertalbewegung: Nach den getroffenen Vereinbarungen müsste die Wuppertalbewegung und die Stadt Wuppertal umgehend mit der Planung der drei Tunnelumgehungen beginnen und die Initiative der Unteren Landschaftsbehörde (ULB) des Ennepe-Ruhr-Kreises zur Umgehung des Schee-Tunnels aufgreifen und voranbringen. Stattdessen wird der Vorsitzende der Wuppertalbewegung, Herr Carsten Gerhardt, im WZ-Artikel vom 28.05.2010, bezogen auf die Entwicklung nach dem Gespräch vom 03.05.2010 mit den Worten "wieder nichts" zitiert. Nicht verstanden wird oder will man nicht verstehen, dass die Dimension des Fledertierschutzes in den Wuppertaler Tunneln nicht nur durch unzureichende Einzelmaßnahmen (unter anderem Fledermauskästen, abgedunkelter Beleuchtung, Ausweichquartiere, abgemauerte Nischen) zu lösen ist, sondern neben diesen Hilfen nur durch kontinuierliche Schutzzeiten, die den Tieren dann Ruhe geben, wenn sie sie benötigen. Kein ernstzunehmender Mensch wäre im letzten Winter (2009/2010) auf die Idee gekommen, bei Schnee und Kälte einen Hund ohne Wasser, Futter und warmes Umfeld aus dem Haus zu jagen. Bis heute hat in diesem Sinne die Wuppertalbewegung ihre Bauarbeiten in Tunnel der Nordbahntrasse während der Winterruhe der Fledertiere nicht reflektiert und ihre damalige emotionshervorrufende Behauptung "alles verschiebt sich um ein Jahr" nicht korrigiert. Bringschuld der Bauträger: Jeder Bauträger, der ein die Natur belastendes Bauprojekt realisieren will, muss nachweisen, dass alles getan wurde, um dies zu vermeiden und hat dafür sämtliche Kosten zu tragen. In dieser Bringschuld ist die Wuppertalbewegung und die Stadt Wuppertal, erst Recht, nachdem die Gutachten über die Fledermausvorkommen in den Tunneln vorliegen. Bisher steht der Nachweis der Erfüllung dieser Bringschuld aus! Die Wuppertalbewegung versucht ihre Bringschuld umzukehren und ruft jetzt die Naturschützer auf, für ihre Belastung der Natur aufzukommen und die Kosten des Fledertierschutzes zu übernehmen, in dem sie dafür spenden sollen. Motto von Herrn Gerhardt: "Die wollen immer nur reden, machen will da keiner was. " (siehe WZ-Artikelvom 28.05.2010 unter der Überschrift: "Nordbahntrasse: Eine Spende für die Fledermaus") In diesem Zusammenhang sei nur an das Gutachten von Herrn Prof. Skiba (siehe diese Homepage) erinnert, der ehrenamtlich, also ohne Bezahlung, seine Zeit, sprich Nächte und tagelange Auswertungen, investiert hat, um die Zusammenhänge betreffend der Fledertiere in den Tunneln der Nordbahntrasse mit abzuklären. Aber das war dann wohl im Sinne von Herrn Gerhardt die falsche "Mache", die, die nicht zählt. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die drei Betretungsverbote von Fledertierkartierern in den Tunneln, die gerne "machen" wollen. Wo ist da Ihr Einsatz, Herr Gerhardt? Im WZ- Artikel vom 28.5.2010 werden sie mit der Begründung für obigen Vorschlag zitiert: "Da wir als Wuppertal Bewegung unsere Stärke eher im tatkräftigen Handeln als im Besprechen und Begutachten sehen, möchten wir folgenden Vorschlag unterbreiten"... Demgegenüber unser Vorschlag: besprechen Sie sich, orientieren Sie sich neu und beginnen Sie die Planung für die Umgehung der drei Tunnel. Damit wäre der Gordische Knoten zerschlagen. Die Naturschutzverbände haben sich mächtig bewegt, um die Nordbahntrasse zu ermöglichen. Sie sind von ihrer begründeten Maximalforderung, dass alle Fledermausquartiere und damit alle Tunnel für die Durchfahrt komplett zu verschließen sind, zu einem Kompromiss gekommen und haben einen realisierbaren Vorschlag vorgelegt. Anderswo hat es nach anfänglichen Schwierigkeiten ja auch geklappt. Anderswo funktioniert`s: Dieser Link zeigt die Arbeit von Fledertierschützern in einem im Winter verschlossenen Radtunnel in Hessen.
http://www.bad-fredeburg.de/fileadmin/bad-fredeburg.de/Download/Sport/SauerlandRadring-Karte.pdf http://www.finnentrop.de/standard/page.sys/250.htm Der Sauerlandring mit Winterverschluss des 689 m langen "Kückelheimer Tunnel" .
http://www.derwesten.de/staedte/winterberg/Tunnel-bleibt-Fledermaeusen-vorbehalten-id1890430.html Winterberg/Züschen. Der 140 Meter lange Fledermaus-Tunnel auf der alten Bahntrasse zwischen Züschen und Winterberg wird nicht - wie ursprünglich geplant - als Teil des neuen Geh- und Radwegs genutzt.
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