Fledermausschutz in Wuppertaler Tunnel

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

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Spenden - Stop

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: "h...n.h" <h...n.h@t..de>
Gesendet: 04.03.2010 20:27:30
An: BUND.Wuppertal@bund.net
Betreff: Fledermäuse in Wuppertal
>Mein Name ist H.H...n. Ich stecke seit vielen Jahren denselben 
>Betrag, den mein Mann als Kirchensteuer bezahlt, in Spenden, sehr häufig 
>an Tierschutz- und Umweltverbände, aber auch Unicef und die 
>Wuppertalbewegung unterstüze ich. Meiner Ansicht nach hätte mit ein 
>bisschen gutem Willen eine Lösung gefunden werden können (künstliche 
>Nahrungsquelle, Ausweichquartier, Schutzwände...). Ich bin sehr 
>verärgert, wie in diesem Falle mit einer ehrenamtlichen Gruppe von 
>Leuten, die nichts anderes wollen, als ihrer Heimatstadt einen guten 
>Dienst erweisen, umgegangen wird. Meine Konsequenz: Der Bund sieht von 
>mir keinen Pfennig mehr.
>H.H...n
Antwort BUND:
Sehr geehrte Frau H...n,

herzlichen Dank für Ihre Mail, deren Behauptungen ich allerdings nicht wirklich verstehen kann.

Ich bedaure es sehr, dass Sie dem BUND keine Spende mehr zukommen lassen möchten, allerdings haben Sie mir 
nicht wirklich glaubhaft machen können, dass Sie das bisher überhaupt jemals getan haben.

Allerdings muss ich mich auch fragen, wie Sie zu einer so weitreichenden Konsequenz kommen, denn offenbar sind 
Sie in der aktuellen Diskussion weitgehend desinformiert. 

Wenn sich Ihre nicht ausreichende Informiertheit auf die Meldungen in der örtlichen Presse stützt, dann kann ich 
das sehr gut nachvollziehen, denn diese haben ja die Fakten lange Zeit unterdrückt. 

Wenn sie allerdings, wie ich wegen des zeitgleichen Eingangs mehrerer ähnlicher Mails vermuten muss, auf gezielten 
Desinformationen seitens der Wuppertalbewegung aufbaut, dann möchte ich gerne versuchen, Ihnen die korrekten 
Informationen zu geben.

Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass auch die BUND-Kreisgruppe Wuppertal die Nordbahntrasse wünscht, 
dieses allerdings anders als viele MitbürgerInnen in Wuppertal nicht ohne Kritikfähigkeit!

Zudem ist festzustellen, dass die Stadt Wuppertal und die Wuppertalbewegung gegen das geltende Artenschutzrecht 
verstoßen haben, wie dies die Bezirksregierung in Düsseldorf festgestellt hat! 

Und zusätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass diese beiden Akteure im Projekt "Nordbahntrasse" zwar den 
von Ihnen dargestellten guten Willen haben, etwas "Gutes" für die Stadt zu tun, aber dieses darf nicht um jeden 
Preis geschehen und schon gar nicht unter Missachtung gutachterlich festgestellter Regeln!

Insofern haben wir als einer von zahlreichen Umweltverbänden den Gesetzesverstoß der Stadt Wuppertal angemerkt; 
die Stadt hat bis heute keine Einsicht gezeigt, sondern musste von der übergeordneten Behörde gestoppt werden. 

Das ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang, den Sie als Bürgerin dieses Landes eigentlich begrüßen sollten, 
zeigt das doch, dass hier nicht jeder machen kann, was er will.(...)

und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Jörg Liesendahl