Fledermausschutz in Wuppertaler Tunnel

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Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. AKFSG

Sie befinden sich auf www.Fledermaus-Schutz.de und der Seite:

WZ - Offener Brief

Jeder kann sich im Online- Forum der "Westdeutschen- Zeitung" ein Bild über die lokale Berichterstattung im Zusammenhang mit den Bauarbeiten während der Winterruhezeit der Fledertiere im Engelnberg-Tunnel machen.

Die Darstellung des gemeinsamen Gespräches aller Beteiligten vom 03.05.2010 im Online-Teil der Westdeutschen Zeitung durch den WZ- Redakteur Herrn Stefan Melneczuk ist im Bereich "Fragen+Antworten" unter der Schaltfläche "Gewaltaufruf" dokumentiert.

Der folgende Brief von Herrn Liesendahl bezieht sich auf einen Referenzartikel der WZ vom 01.02.2010, der im oben genannten Artikel vom 03.05.2010 als Link angegeben ist (der hier hinterlegte Link führt zum entsprechenden Text).

Ob die Antwort auf diesen Kommentar des WZ - Redakteurs Herrn Stefan Melneczuk wiederzufinden ist?

Von: BUND Wuppertal <BUND.Wuppertal@bund.net>
> Gesendet: 02.02.10 09:03:53
> An: "Melneczuk, Stefan" <Stefan.Melneczuk@westdeutsche-zeitung.de>
> CC: BUND.Wuppertal@bund.net
> Betreff: Entschuldigung
Sehr geehrter Herr Melneczuk,
> 
> Sie haben vollkommen recht, Polemik hilft uns nicht weiter. Was wir 
> brauchen, ist Sachinformation. Leider bin ich da mit der WZ nicht 
> zufrieden. So haben Sie zwar heute einen deutlich neutraleren Artikel 
> als am vergangenen Samstag geschrieben, doch ist die Information, was 
> mit den Fledermäusen in diesem Tunnel ganz konkret geschehen ist, 
> immer noch nicht gebracht worden, dafür aber in der Darstellung von 
> Herrn Dr. Gerhardt mit falschen Konsequenzen verharmlosend beschrieben.
> 
> 
> Wir haben in Übereinstimmung mit zahllosen Naturschutz- und 
> Fledermausexperten in ganz NRW beschrieben, was mit diesen Tieren 
> geschieht, wenn in einem Winterquartier mit Hammerschlägen gearbeitet 
> wird. Das ist kein Hirngespinst, sondern Fakt, findet aber bisher 
> keinen Platz in der WZ, weshalb ich nicht umhin kann, Ihnen 
> Parteilichkeit vorzuwerfen.
> 
> Aber Sie können gegen diesen Eindruck etwas tun: Veröffentlichen Sie 
> doch mal  *ohne persönlichen Filter durch die Redaktion *meine 
> folgende Entschuldigung an die vielen Unterstützer der Nordbahntrasse 
> in unserer Stadt. Sie können das ja als offenen Brief darstellen und 
> ggf. in Ihre Leserbriefspalte einbringen, wo leider fast nur noch der 
> schnelle Zeitgeist der online-Foren und kaum noch ausgefeilte 
> Leserbriefe zum Tragen kommen.
> 
> Ich würde mich freuen, wenn die WZ den Anfang macht und die 
> Sachinformation wieder in den Vordergrund ihrer Berichterstattung 
> stellt. Der Begriff "Eklat" oder "Skandal" im Zusammenhang mit vielen 
> Themen, besonders gerne aber mit der Nordbahntrasse verknüpft, findet 
> in den letzten beiden Jahren m. E. viel zu häufig statt. Da fragen 
> sich manche LeserInnen und nicht nur ich, was davon wohl zu halten 
> ist. 
> 
> Ich freue mich auf eine bessere Zusammenarbeit mit der Wuppertaler WZ-
> Redaktion und verbleibe
> mit freundlichen Grüßen
> 
> Jörg Liesendahl
> 
> Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Wuppertal
> 
> Hier also meine Entschuldigung mit der Bitte um Veröffentlichung:
> 
> Offener Brief an die UnterstützerInnen des Projektes "Nordbahntrasse" 
> in Wuppertal
> 
> Sehr geehrte Damen und Herren,
> 
> in den letzten Tagen wurde die Kreisgruppe Wuppertal im Bund für 
> Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und speziell ich als 
> Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe wiederholt in der Westdeutschen 
> Zeitung mit "markigen Worten" wie "Schlammschlacht" oder "geiferndes 
> Pack" zitiert.
> Ich habe diese Worte im Zusammenhang mit zahlreichen beschimpfenden 
> und beleidigenden Beiträgen im Online-Forum der WZ Wuppertal benutzt, 
> muss nun aber leider feststellen, dass ich damit über das Ziel 
> hinausgeschossen bin und dass diese Worte weit über die Zielgruppe 
> hinaus missverstanden werden können.
> Ich möchte mich deshalb in aller Form bei den Unterstützerinnen und 
> Unterstützern des Projektes "Nordbahntrasse" in Wuppertal und darüber 
> hinaus für diese Formulierungen entschuldigen, die in der überwiegenden
>  Mehrzahl wie auch die BUND-Kreisgruppe selber die Nordbahntrasse 
> herbeisehnen. 
> Diese große Zahl von UnterstützerInnen des Projektes wird möglicherweis
> e durch den von uns angeregten und von der Bezirksregierung 
> Düsseldorf veranlassten Baustopp im Tunnel Engelnberg irritiert sein, 
> zumal es bislang nicht möglich war, in den Veröffentlichungen der 
> Medien die korrekte Begründung hierfür zu erfahren. Wer diese 
> Informationslücke füllen möchte, sei dazu herzlich auf unsere 
> Internet-Seite www.bund-wuppertal.de eingeladen, dort finden Sie alle 
> wichtigen Informationen.
> Diese Mehrheit wird allerdings auch nicht aufgrund fehlender 
> Information zu Beleidigungen und Beschimpfungen für jene Organisationen
>  greifen, die das demokratische Recht wahrnehmen, behördliche 
> Entscheidungen wie in diesem Fall eine rechtswidrig erteilte 
> Ausnahmegenehmigung von den Vorschriften des Artenschutzes für 
> Fledermäuse überprüfen zu lassen. Nicht mehr und nicht weniger hat 
> die BUND-Kreisgruppe getan und dafür müssen wir uns auch nicht 
> entschuldigen.
> Seien Sie versichert: Die BUND-Kreisgruppe Wuppertal steht mit ihrer 
> Einschätzung des Sachverhaltes nicht allein, sondern sieht sich im 
> Schulterschluss mit zahlreichen Naturschutzorganisationen. Der 
> Nordbahntrassen GmbH wird dieser Baustopp möglicherweise in einigen 
> Teilbereichen einen veränderten Zeitplan abverlangen, doch würde 
> damit nur die Arbeitsmöglichkeit in den Tunneln auf jene ca. 7 Monate 
> von Frühling bis Herbst beschränkt, in denen Fledermäuse vor 
> Bauarbeiten davonfliegen können. 
> Wir wünschen uns einen alltagstauglichen Radweg von Vohwinkel bis 
> Nächstebreck, werden aber auch mögliche Einschränkungen in den 
> Wintermonaten oder nachts in der Nutzbarkeit der Tunnel zur Sprache 
> bringen und mit Stadt und Wuppertalbewegung ausdiskutieren müssen. 
> Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass es außer den Bedürfnissen des 
> Menschen auch noch die anderer Lebewesen auf der Welt gibt, die zu 
> verteidigen der BUND und andere Umweltorganisationen gegründet worden 
> sind.
> 
> Ich hoffe, Sie können mir meine unglückliche Wortwahl verzeihen, 
> gelobe Besserung und freue mich auf einen regen Informationsaustausch 
> mit allen, die an einer sachlichen Diskussion interessiert sind.
> 
> Mit freundlichen Grüßen
> 
> Jörg Liesendahl
> 
> Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Wuppertal
> -- 
> BUND
> Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, 
> Kreisgruppe Wuppertal
      

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